Maximale Bildauflösung in WordPress anpassen – Bildergrößen, Qualität und Speicherplatz im Griff

Warum sich ein Blick auf die Bildauflösung in WordPress lohnt

Wenn du Bilder in WordPress hochlädst, passiert im Hintergrund deutlich mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. WordPress prüft die Datei, legt mehrere Bildgrößen an und begrenzt die maximale Auflösung automatisch. Standardmäßig werden große Bilder auf eine maximale Bildauflösung von etwa 2560 Pixeln auf der längsten Seite verkleinert.

Das ist grundsätzlich sinnvoll, weil extrem große Bilder die Seite ausbremsen, mehr Speicherplatz verbrauchen und die Performance negativ beeinflussen. Gleichzeitig gibt es aber viele Szenarien, in denen man die maximale Auflösung in WordPress bewusst erhöhen oder die automatische Verkleinerung komplett deaktivieren möchte, zum Beispiel bei Fotogalerien, Portfolios oder hochauflösenden Produktbildern.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie hoch die maximale Auflösung in WordPress standardmäßig ist, wieso WordPress Bilder verkleinert, wie du die maximale Bildauflösung ändern kannst, was du im Hinblick auf Serverleistung und PHP beachten musst, wie du eigene Bildgrößen definierst und wie du ungenutzte Größen wieder loswirst, um Speicher zu sparen.

Wie hoch ist die maximale Auflösung für Bilder in WordPress?

WordPress besitzt eine eingebaute Begrenzung für große Bilder. Lädt man ein sehr großes Bild hoch, wird es beim Upload automatisch auf eine maximale Auflösung reduziert. Standardmäßig liegt dieses Limit bei rund 2560 Pixeln auf der längsten Kante. Ist dein Bild größer, wird eine verkleinerte Version erzeugt, die als Hauptbild genutzt wird.

Zusätzlich zu dieser Begrenzung für große Bilder legt WordPress weitere Bildgrößen an, zum Beispiel:

  • Thumbnail
  • Mittlere Größe
  • Große Größe

Diese Standardgrößen kannst du unter

Einstellungen → Medien

anpassen. Das ändert aber nicht das große Limit, sondern nur die klassischen Mediengrößen.

Eine kompakte Übersicht:

Art der BegrenzungTypische EinstellungWo einstellbar
Maximale Bildauflösungca. 2560 px (lange Seite)per Filter big_image_size_threshold
Standardgrößen Thumbnail etc.z. B. 150, 300, 1024 pxEinstellungen → Medien

Wieso verkleinert WordPress die Bilder?

Die automatische Verkleinerung hat mehrere Gründe, die sich direkt auf das Nutzererlebnis und die Suchmaschinenoptimierung auswirken:

  • Performance
    Große Bilddateien verlangsamen deine Website. Je größer ein Bild, desto länger braucht es zum Laden. Gerade auf mobilen Geräten mit schlechtem Empfang kann das nervig werden.
  • SEO und Core Web Vitals
    Langsame Seiten haben es bei Google und Bing schwerer. Bilder sind häufig der größte Brocken. Wenn du die maximale Bildauflösung in WordPress im Griff hast, hilfst du automatisch deinen Rankings.
  • Speicherplatz
    Auf günstigen Webhosting Paketen ist Speicherplatz begrenzt. Große Originalbilder plus zig Thumbnails pro Upload füllen die Festplatte deutlich schneller als nötig.
  • Schutz vor „Kamera-Originalen“
    Viele Nutzer laden direkt Fotos aus der Kamera hoch, die locker 6000 px oder mehr auf der langen Seite haben. WordPress begrenzt die Bildauflösung, damit solche Dateien nicht direkt und unoptimiert im Frontend landen.

Trotzdem gibt es legitime Gründe, die Bildauflösung in WordPress anzupassen oder die Begrenzung zu erhöhen.

Wie kann man die maximale Auflösung in WordPress ändern?

Es gibt mehrere Wege, um die maximale Bildauflösung in WordPress zu verändern:

MethodeSchwierigkeitEignung
PluginleichtEinsteiger, Kundenseiten
functions.php im Child ThememittelEntwickler, eigene Themes
Snippet Plugin (Code Snippets etc.)mittelsaubere, updatesichere Lösung

Da du in deinen Projekten vermutlich ohnehin mit Child Themes oder Snippet Plugins arbeitest, hier die Variante mit Code. Du kannst sie flexibel an deine Bedürfnisse anpassen.

Limit für große Bilder komplett deaktivieren

Wenn du die automatische Verkleinerung komplett abschalten möchtest, kannst du diesen Code nutzen:

// Limit für große Bilder komplett deaktivieren
add_filter( 'big_image_size_threshold', '__return_false' );

Ab diesem Moment wird die maximale Bildauflösung nicht mehr begrenzt. WordPress nutzt dann die Originaldatei als größte Variante. Das kann sinnvoll sein, wenn du bewusst mit sehr großen Bildern arbeitest, zum Beispiel für eine Fotogalerie oder hochauflösende Druckdaten.

Maximale Bildauflösung erhöhen (z. B. 4000px)

Statt das Limit komplett zu deaktivieren, kannst du es auch einfach anheben:

// Limit auf 4000px ändern
add_filter('big_image_size_threshold', function ( $threshold ) {
    return 4000;
}, 999, 1);

Damit werden Bilder erst ab 4000 Pixeln Kantenlänge skaliert. Das ist ein guter Kompromiss, wenn du hochwertige Bilder benötigst, aber trotzdem nicht jedes Kamera-Original ungebremst durchlassen willst.

Was gibt es dabei zu beachten? Serverleistung, PHP, RAM und Ausführungszeit

Je höher du die maximale Bildauflösung in WordPress setzt, desto mehr Ressourcen verbraucht die Bildverarbeitung beim Upload. Vor allem auf kleinem oder günstigem Webhosting solltest du ein paar Punkte im Blick behalten.

FaktorWichtige Punkte
Leistung des ServersShared Hosting mit wenig CPU kann bei vielen großen Uploads an seine Grenzen kommen
PHP VersionAktuelle Versionen wie PHP 8.1 oder 8.2 sind schneller und effizienter
Skriptspeicher / RAMDas memory_limit sollte nicht zu niedrig sein, große Bilder brauchen viel RAM
Ausführungszeitmax_execution_time und max_input_time sollten ausreichend hoch eingestellt sein

Typische Fehler, wenn die Umgebung zu schwach ist:

  • HTTP Error beim Upload
  • Bilder werden nur teilweise erzeugt
  • Meldungen wie „Allowed memory size exhausted“
  • Thumbnails fehlen oder sind beschädigt

Gerade wenn du ein kleines Hosting Paket mit wenig RAM und CPU hast, solltest du die maximale Bildauflösung in WordPress nur vorsichtig erhöhen und deine Bilder im Idealfall schon vor dem Upload lokal auf eine sinnvolle Größe verkleinern.

JPEG Qualität und Dateigröße über WordPress steuern

Neben der Bildauflösung spielt auch die JPEG Kompression eine große Rolle. Über den Filter jpeg_quality kannst du global beeinflussen, wie stark WordPress JPEGs komprimiert:

// JPEG Qualität global anpassen (0 - 100)
add_filter('jpeg_quality', function ($arg) {
    return 88; // guter Kompromiss aus Qualität und Dateigröße
});

Ein paar Faustregeln:

  • Werte um 80 bis 90 liefern meist eine gute Balance zwischen Qualität und Dateigröße
  • 100 bedeutet kaum Kompression, sehr große Dateien und in der Praxis selten sinnvoll
  • Änderungen greifen nur für neue Uploads, bestehende Bilder bleiben wie sie sind
  • Manche Bildoptimierungs-Plugins setzen eigene Qualitätswerte und überschreiben diesen Filter

Die Kombination aus sinnvoller maximaler Bildauflösung und angepasster JPEG Qualität ist ein effektiver Hebel, um Geschwindigkeit und Speicherverbrauch deiner WordPress Seite zu optimieren.

Weitere Bildgrößen und Auflösungen in WordPress anlegen

Wenn du mit Themes oder individuellen Layouts arbeitest, brauchst du oft mehr als nur die drei Standardgrößen. Vielleicht möchtest du:

  • eine feste Teasergröße für Blogübersichten
  • eine quadratische Größe für Kacheln
  • eine spezielle Größe für Slider oder Hero Bilder

Dafür gibt es in WordPress die Funktion add_image_size.

Beispiel:

// Weitere Bildgrößen anlegen
add_image_size('custom-200p', 200, 200, false);
add_image_size('custom-200p-crop', 200, 200, true);

Erläuterung:

  • custom-200p erzeugt ein Bild mit maximal 200 x 200 Pixeln, das Seitenverhältnis bleibt erhalten
  • custom-200p-crop erzwingt exakt 200 x 200 Pixel, überschüssige Bereiche werden abgeschnitten

Diese Bildgrößen kannst du dann im Theme nutzen, zum Beispiel mit the_post_thumbnail('custom-200p') oder über entsprechende Einstellungen im Page Builder.

Wichtig:

  • Lege solche Größen in einem Child Theme oder per Snippet Plugin an, damit sie updatesicher sind
  • Wenn du neue Bildgrößen hinzufügst, solltest du bestehende Bilder einmal neu generieren lassen, damit auch alte Uploads die neuen Größen erhalten

Wie kann man ungenutzte Bilder und Bildgrößen entfernen, um Speicher zu sparen?

Mit der Zeit sammeln sich in der Mediathek extrem viele Dateien an. Ein einzelnes Bild kann schnell zehn oder mehr Varianten erzeugen. Wenn du dann das Theme wechselst oder Bildgrößen umstellst, bleiben viele dieser Thumbnails ungenutzt auf dem Server liegen.

Hier lohnt sich ein zweistufiger Ansatz:

  1. Zukünftig weniger unnötige Bildgrößen erzeugen
  2. Bestehende ungenutzte Bildgrößen aufräumen

1. Überflüssige Bildgrößen deaktivieren

Nicht jede automatisch erzeugte Größe wird im Frontend wirklich genutzt. Du kannst bestimmte Größen per Filter deaktivieren, damit sie beim Upload gar nicht erst erzeugt werden. Ein Beispiel:

function my_disable_unused_image_sizes( $sizes ) {
    // Entferne Größen, die du nicht brauchst
    unset( $sizes['medium_large'] );
    unset( $sizes['1536x1536'] );
    unset( $sizes['2048x2048'] );
    return $sizes;
}
add_filter( 'intermediate_image_sizes_advanced', 'my_disable_unused_image_sizes' );

Achte darauf, nur Bildgrößen zu entfernen, von denen du sicher weißt, dass sie vom Theme oder von Plugins nicht benötigt werden. Am besten testest du das zunächst in einer Staging Umgebung.

2. Bestehende ungenutzte Bilder aufräumen

Für den zweiten Schritt gibt es spezialisierte Plugins, die:

  • alle Bilder und ihre Größen analysieren
  • prüfen, welche Dateien tatsächlich in Beiträgen, Seiten oder in der Datenbank referenziert sind
  • ungenutzte Thumbnails zur Löschung vorschlagen

Egal welches Tool du einsetzt: Mach vorher unbedingt ein Backup. Wenn du versehentlich ein Bild löscht, das doch irgendwo verwendet wird, kannst du es so schnell wiederherstellen.

Best Practices zur Bildoptimierung in WordPress

Zum Abschluss noch ein paar praktische Tipps, die sich in vielen Projekten bewährt haben:

  • Bilder vor dem Upload lokal verkleinern, statt riesige Originale hochzuladen
  • Für die meisten Blogs ist eine maximale Bildauflösung von 2000 bis 3000 Pixeln mehr als ausreichend
  • Die WordPress maximale Bildauflösung nur so weit hochsetzen, wie es wirklich nötig ist
  • Klar definieren, welche Bildgrößen du im Theme wirklich brauchst, und den Rest deaktivieren
  • Regelmäßig ungenutzte Bildgrößen und alte Thumbnails aufräumen
  • Bei sehr bildlastigen Projekten über besseres Hosting oder ein CDN nachdenken

Wenn du diese Punkte beachtest, hast du die maximale Auflösung in WordPress, deine Bildgrößen und den Speicherverbrauch gut im Griff und musst dich nicht mehr über unnötig vollgelaufene Webspeicher oder langsame Seiten ärgern.

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